Die besonderen Coffin-Berkshires
Es gibt nicht allzu viele Dampfloks in den USA, die wie beispielsweise der „Big Boy“ zu einem Mythos aufstiegen. Die kraftvollen „Berkshires“ gehörten sicher dazu. Sie waren ein Kind der Goldenen Zwanziger Jahre und standen für die Aufbruchsstimmung, die auch die Vereinigten Staaten nach dem Ersten Weltkrieg erfasst hatte. Damals boomte die Wirtschaft und die Eisenbahnen mussten immer mehr Waren immer schneller in alle Teile des Landes transportieren. Die zu Tausenden gebauten „Mikado“-Dampfrösser reichten für diese Aufgaben oft nicht mehr aus. Das war dann 1925 die Geburtsstunde der ersten Super-Power-Dampflok. Entwickelt von den LIMA Locomotive Works, brachten sie durch den Einbau eines zweiachsigen Nachlaufdrehgestells und der damit verbundenen vergrößerten Feuerbüchse eine massive Leistungssteigerung auf die Gleise. Und weil die erste Einsatzstrecke dieser mächtigen Loks durch die Berkshire Mountains an der Ostküste der USA führte, nannte man die Vertreter dieser Bauart fortan „Berkshires“. Mit einer Leistung von bis zu 4000 PS und Höchstgeschwindigkeiten von weit über 100 km/h eroberten diese von LIMA als Super-Power-Loks beworbenen Maschinen mit über 600 gebauten Exemplaren viele US-amerikanischen Schienenwege. Eine wirklich urig wirkende Version waren 25 für die Boston & Maine Railroad gelieferte „Berkshires“. Sie besaßen sogenannte Coffin-Vorwärmer, die u-förmig und kopfüber an die Rauchkammer angesetzt wurden. Wobei Coffin von der Herstellerfirma und nicht von der eigentlichen Bedeutung (Sarg) abgeleitet wurde. Zehn dieser ungewöhnlich aussehenden „Berkshires“ beendeten in den Jahren nach 1945 schließlich ihre Karriere bei der Southern Pacific Railroad. Von diesen Coffin-Loks blieb leider kein Exemplar erhalten. Dennoch kann man sogar heute noch zwei dieser Giganten unter Dampf erleben. Die in Michigan beheimatete „Berkshire“ 1225 avancierte im Jahr 2004 sogar zu einem internationalen Filmstar. Sie spielte eine der Hauptrollen im animierten Kinderfilm „Der Polar-Express“, der auch in Deutschland Millionen von Zuschauer in seinen Bann zog.
Vorbild: Dampflokomotive mit der Achsfolge 2-8-4 Berkshire der Southern Pacific. Tiefschwarze Grundfarbgebung. Betriebsnummer 3505. Betriebszustand zwischen 1945 und 1950. Eine von 25 gebauten Lokomotiven mit dem markanten Coffin-Vorwärmer.
Modell: Mit Digital-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Soundfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. Vier Achsen angetrieben, davon drei Achsen über Kuppelstangen. Haftreifen. Lokomotive und Tender weitgehend aus Metall.
- Serienmäßig eingebauter Raucheinsatz, mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß.
- Fahrtrichtungsabhängig wechselnde Stirnbeleuchtung mit je einer Lampe an Lok und Tender, digital schaltbar.
- Führerstands- und Nummerntafelbeleuchtung sowie Feuerbüchsenflackern separat digital schaltbar.
- Beleuchtung mit wartungsfreien warmweißen und roten Leuchtdioden (LED).
- Mit Pufferspeicher.
- Verstellbare Kurzkupplung mit Kinematik zwischen Lok und Tender.
- Am Tender kinematikgeführte Kurzkupplung mit NEM-Schacht.
- Lokführer- und Heizerfigur im Führerstand sitzend.
- Rohrleitungen für den Bereich unterhalb des Führerhauses liegen als separat ansteckbare Teile bei.
- Länge ca. 31,3 cm.
Passende Güterwagen der Southern Pacific finden Sie im Märklin H0-Sortiment unter den Artikelnummern 45667 und 45707 sowie im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 24915 mit dem Hinweis auf die benötigten Tauschradsätze.
Dieses Modell finden Sie in Gleichstrom-Ausführung im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 25983.